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August 18th, 2017

SCHWESTERHÄUSER

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Schwesterhäuser

Wohnhäuser in Madrid, 2017

IM BAUZUSTAND

Zwei Schwestern, mit ihrem jeweiligen Partner, beauftragten uns mit dem Bau zweier Häuser um ein Zuhause für ihre wachsenden Familien zu schaffen. Die Häuser sind wie die beiden Schwestern: Eine an der Seite der anderen, wodurch die gemeinsamen Charakterzüge deutlich werden, während zur gleichen Zeit die beiden unterschiedlichen Persönlichkeiten zum Vorschein treten.

Dieses Doppelprojekt bezieht sich ebenfalls auf die umgebende Siedlung ‘La Pinada‘ in Pozuelo de Alarcón, Madrid. Der Bebauungsplan dieser Zone sieht strenge Bebauungregelungen vor, welche wenig Individualität für Entwürfe von Einfamilienhäuser zulassen. 2013 schlugen wir punktuelle Modifikationen für den Bebauungsplan von ‘La Pinada‘ vor, die diesen flexibler gestalten und die Verwendung von unterschiedlichen Materialien, die Anwendung von Flachdächer, unterschiedliche Parzelleneinfriedung sowie weitere Modifikationen ermöglichen. Nach zwei Jahren wurden diese Änderungen von der Gemeinde Pozuelo genehmigt. Da der Großteil der Grundeigentümer in ‘La Pinada‘ noch nichts errichtet hatten, fielen ihnen diese Modifikationen zugunsten. 

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Durch die neue Flexibilität des Bebauungsplans begünstigt, weisen die zwei Schwesternhäuser einen gemeinschaftlich entwickelten Entwurf auf: Ein System von weißen Betonmauern organisiert die Grundrisse des Untergeschosses und definiert Blumenhöfe als Eingangsbereiche, im Süden liegende geöffnete Gärten sowie Spielhöfe im Norden. Die Wohnzonen (Wohn- und Esszimmer sowie Küche) öffnen sich zum Außenraum und weisen eine räumliche Kontinuität zwischen Innen und Außen auf, wodurch die unterschiedlichen Wohnbereiche ineinander verschwimmen. Im Obergeschoss werden zwei gleiche und doch gegensätzliche Objekte auf den Wänden positioniert, welche die beiden Wohnhäuser mit Bädern und Schlafräumen vervollständigen.

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Obgleich der vielen ähnlichen Eigenschaften hat jedes der beiden Häuser, wie auch die beiden Schwestern, seinen eigenen Charakter. Während die Kommunikations- und Servicezonen sowie Lager- und Installationsflächen bei einem durch einen in der Mitte des Wohnhauses platzierten Kerns aus Holz vereint werden, wird bei dem anderen Holz zur Gestaltung der Außenelemente verwendet. Die großen Fensterrahmen weisen eine Holzoberfläche auf, welche die Landschaft umrahmt und den Wohnraum an der Umgebung teilhaben lässt.

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Autoren:

. Enrique Arenas, Architekt

. Luis Basabe, Architekt

. Luis Palacios, Architekt

Mitarbeit:

. Lucía Leva, Architektin

. Lidia Fernández, Architektin

. Andreas Benéitez, Architekt

. María Amigo, Architektin

. María Ángeles Peñalver, Architektin